Gemeinderat: Buslinie 71
Postulat von Andreas Ammann und Rolf Kuhn
Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie die Quartierbuslinie 71 durch eine deutliche Senkung der Betriebskosten weiter betrieben werden kann. Nachdem die Frequenzen auf der Buslinie 71 nach der Einführung im Jahre 1999 über einen längeren Zeitraum auf einem tiefen Niveau stagnierten, ...
...wurde im Rahmen eines kooperativen Verfahrens mit dem Quartierverein Wipkingen die Linienführung auf den Fahrplan 2006 bis zum Bahnhof Hardbrücke provisorisch verlängert.
Die gemäss der Antwort des Stadtrates zur Interpellation 2005/530 zu verzeichnende Steigerung der Fahrgastzahlen um rund 50% beweist, dass eine attraktive Linienführung durchaus eine höhere Nachfrage nach sich zieht. Trotz dieser Steigerung wurde die vom ZVV verordnete Quote von 10 Fahrgästen pro Buskurs nicht erreicht. Damit droht der Buslinie 71 per Ende 2008 das Aus.
Der hohe Stellenwert des öffenlichen Verkehrs bei der Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme sowie zur Erreichung unserer Klimaziele ist in der Stadt Zürich unbestritten. Umso mehr setzt die Aufhebung einer Quartierbuslinie in einer Stadt, die sich an der Verwirklichung einer 2’000-Watt Gesellschaft orientiert, ein sehr bedenkliches und imageschädigendes Signal. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass auch so genannte unrentable Zubringerlinien den Kostendeckungsbeitrag auf den rentableren Linien des öffentlichen Verkehrs positiv beeinflussen. Anstatt die Buslinie 71 ersatzlos einzustellen, kann der Kostendeckungsbeitrag gemäss den Vorgaben des ZVV auch durch eine deutliche Senkung der Betriebskosten verbessert werden. Konkret könnte die Linienführung der Buslinie 71 gemäss der ursprünlichen Absicht der VBZ so angepasst werden, dass nach der Haltestelle Winzerhalte ein „U-turn“ und damit die direkte Rückfahrt Richtung Innenstadt ermöglicht wird. Die Zeitersparnis gegenüber dem heutigen Wendepunkt Tüffenwies ermöglicht, einen 30-Minutentakt mit nur einem Fahrzeug und damit mit annähernd halbierten Betriebskosten aufrecht zu erhalten.
Durch diese Massnahme kann der vom ZVV erwartete Kostendeckungsbeitrag auf der Buslinie 71 erreicht und für die Bevölkerung eine wichtige Grunderschliessung im Quartier (als Zubringer zum Stammnetz) erhalten werden.
