Rosenduft für die Rosengartenstrasse
Mitglieder der SP10 verteilten von 17:30 bis 18:00 mit Mundschutz ausgerüstet an der Bushaltestelle Rosengartenstrasse Rosen an Passantinnen und Passanten. Mit dieser Geste bedankte sich die SP10 bei allen Personen, die den öffentlichen Verkehr benutzen. „Danke, dass Sie hier NICHT Auto fahren! Die SP10 setzt sich weiterhin für die Verbesserung der Verkehrssituation an der Rosengartenstrasse ein“.
Dieser Text stand auf den Rosen, die den Wartenden an den Bushaltestellen „Rosengartenstrasse“ überreicht wurden. Die SP10 dankte damit den ÖV-BenützerInnen, dass sie nicht auch noch mit ihrem Privatauto dazu beitragen, die Luft- und Lärmsituation entlang der Westtangente zu verschlechtern. Das Gebiet entlang der Westtangente gehört gemäss Umweltbericht des Kantons Zürich 2008 leider immer noch zu den Sanierungsgebieten, in welchen die Grenzwerte der Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Belastungen laufend überschritten werden.
Gleichzeitig machte die SP10 darauf aufmerksam, dass mit der Eröffnung des Üetlibergtunnels auf der Rosengartenstrasse eher noch mit Mehrverkehr zu rechnen ist. Die SP10 freut sich über die flankierenden Massnahmen, die südlich der Bahngeleise realisiert werden. Leider gehört die nördliche Seite der Stadt Zürich nach der Eröffnung des Üetlibergtunnels zu den Verliererinnen. Keine Lichtsignalanlage lenkt die Autos auf die Umfahrung, keine Spurreduktion auf der Westtangente macht die Fahrt durch die Stadt weniger attraktiv. Die SP10 fordert mit der Eröffnung des Üetlibergtunnels auch nördlich der Geleise flankierende Massnahmen, um den Autoverkehr auf die Westumfahrung zu lenken und zum Umsteigen auf den ÖV, Fuss- und Veloverkehr zu bewegen.
In diesem Sinne hat die SP10 mit der temporären Umbenennung der Bushaltestelle Rosengartenstrasse in „Provisorium“ auch einem Postulat von Alt-SP-Gemeinderätin Franziska Graf Nachdruck verliehen. Dieses im Jahr 2004 eingereichte und 2005 an den Stadtrat überwiesene Postulat (Gr. Nr. 2004/203) verlangt die Umbenennung der VBZ-Haltestellen an der Rosengartenstrasse in “Provisorium“, um darauf hinzuweisen, dass die Rosengartenstrasse als „Provisorium“ seit über 35 Jahren als Autobahn ein Wohnquartier zerschneidet und niemanden glücklich macht. Auch die SP10 nicht.
