Flughafenvorlagen: 2 x JA für Planungssicherheit und Lebensqualität
Es gibt keinen anderen Flughafen in Europa, der so nahe ans Stadtzentrum gebaut ist wie der Flughafen Zürich: Ein Standortvorteil zwar für die Wirtschaftswelt, aber mitten in einem dichtbebauten Siedlungsgebiet gelegen führt das zwangsläufig zu Interessenkonflikten zwischen Siedlungsqualität und Flughafenwachstum.
Heute werden jährlich etwa 270‘000 Flugbewegungen sicher und pünktlich abgewickelt - praktisch gleich viele wie nach dem Grounding der Swissair im Jahr 2001. Weder Neu- noch Ausbauten des bestehenden Pistensystems sind notwendig. Die Zunahme der Passagierzahl wird mit grösseren Flugzeugen und besserer Sitzauslastung aufgefangen. Mit einer Kapazität von 350‘000 Bewegungen wird die bestehende Infrastruktur noch auf Jahrzehnte hinaus genügen. Investitionen für eine Pistenverlängerung von 2.4 Milliarden Franken sind deshalb sinnlos.
Die von 42 Gemeinden eingereichte Behördeninitiative verlangt, dass keine Neubauten und Ausbauten am Pistensystem vorgenommen werden. Sie zielt gegen die Planspiele mit der Verlängerung der Piste 10/28 (Westpiste) und der damit verbundenen verstärkten Ost-West-Ausrichtung des Flugbetriebs. Für das Limmattal und für die Hönggerinnen und Höngger führt das zu einer massiv grösseren Lärmbelastung.
Der konstruktive Gegenvorschlag des Vereins «Flugschneise Süd Nein» fordert ausserdem, dass neue Flugrouten über dicht besiedeltem Gebiet, die nach dem Jahr 2000 eingeführt wurden, nicht mehr beflogen werden. Zudem sollen die Gemeinden mehr politische Mitsprache in der Flughafen Zürich AG erhalten. Die SP empfiehlt Ihnen 2x Ja, weil das Hauptziel - nämlich das Verbot von Neu- und Ausbau von Pisten – sowohl in der Behördeninitiative wie im Gegenvorschlag aus dem Süden verlangt wird. In der Stichfrage empfehlen wir, dem Gegenvorschlag den Vorzug zu geben, da dieser einen noch stärkeren Schutz der Bevölkerung verlangt.
Einmal mehr wird mit der Gefährdung von Arbeitsplätzen gedroht. Ein direkter Zusammenhang mit dem Pistensystem ist nachweislich falsch. Bei gleichbleibender Flugbewegungszahl ist die Wirtschaft und die Zahl der Arbeitsplätze gewachsen. Und dank der Kapazitätsreserve kann sie weiter zunehmen.
Mit einem doppelten Ja sorgen Sie für Planungssicherheit für die Stadt und die ganze Region Zürich, für die Liegenschaftsbesitzerinnen und die Mieter.
Mit einem doppelten JA setzen wir uns für eine nachhaltige Flughafenentwicklung ein und signalisieren den Flughafenbetreibern klar, dass sie in den technologischen Fortschritt und nicht in den Bau von Pisten investieren sollen.
Mit 2x JA am 27. November 2011 sagen wir JA zu einem gut funktionierenden Flughafen für das Schweizer Volk!
